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Immuntherapie beim Mammakarzinom

Von der Checkpoint-Inhibition zu ADC-Checkpoint-Kombinationen und mehr

Die Immuntherapie zählt zu den bedeutendsten Fortschritten der modernen Onkologie, doch galt das Mammakarzinom lange Zeit als schlecht immunogen und damit als «kalter» Tumor. Zunehmende Evidenz für eine immunologische Mitbeteiligung – insbesondere der prognostische Wert tumorinfiltrierender Lymphozyten (TILs) beim triple-negativen und HER2-positiven Brustkrebs – stellte diese Annahme infrage und deutete darauf hin, dass eine Verstärkung der antitumoralen Immunität klinisch relevant sein könnte.1 Dies legte den Grundstein für die Entwicklung der Immuncheckpoint-Inhibition (ICI) beim Mammakarzinom. Im Folgenden wird ein Überblick über den aktuellen Einsatz von ICI beim Brustkrebs sowie über zentrale Ergebnisse wichtiger klinischer Studien gegeben.

Erste Studien zur ICI-Therapie beim fortgeschrittenen Mammakarzinom konzentrierten sich auf eine PD-1/PD-L1-Monotherapie bei stark vorbehandelten Patientinnen und zeigten nur moderate Ansprechraten von 5–20%, mit einigen dauerhaften Remissionen vor allem bei PD-L1-positivem triple-negativem Mammakarzinom (TNBC).1 In der Phase-Ib-Studie KEYNOTE-012 erreichte Pembrolizumab bei metastasiertem TNBC eine objektive Ansprechrate (ORR) von 18,5%.2 Diese Ergebnisse deuteten darauf hin, dass eine Monotherapie nur einer begrenzten Subgruppe nutzen konnte und kombinatorische Ansätze erforderlich waren, um die Wirksamkeit zu steigern.

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